Kommen wir nun zu einem aktuellen Thema.
Wenn ich mir ein Gamemagazin kaufe,
blätterte ich für gewöhnlich erst einmal schnell durch, um ein
paar Bilder und Titel aufzuschnappen, und dadurch herauszufiltern,
welche Artikel mich am meisten interessieren, um diese dann zuerst zu
lesen.
Vor einiger Zeit musste ich dies jedoch
nicht tun, weil mir schon das Cover sagte, welchen Artikel ich als
allererstes lesen werde, da ein Artikel über ein wichtigeres Spiel
sehr unwahrscheinlich war. Auf dem Cover befand sich ein Ausschnitt folgenden Bildes:
Auch wenn sie ein wenig anders als
üblich aussieht erkennt man sofort, dass es sich um Lara Croft
handelt, also um DIE Videospielheldin schlechthin, welche Videospiele
mit einer starken Protagonisten überhaupt erst salonfähig machte.
Hastig schlug ich den Artikel auf, und
wurde von dem 6 Seiten umfassenden Bericht über das nächste TOMB
RAIDER nicht enttäuscht.
Natürlich informierte ich mich danach
noch weiter und sah inzwischen erste Trailer, welche meine Vorfreude
noch weiter ansteigen ließen.
Es ist ein Teil, welcher sich stark von
seinen Vorgängern abhebt, ohne dabei seine Wurzeln zu verlieren.
Früher war das markante an Tomb
Raider, dass es eine Frau als Action-Heldin hatte, welche taff, stark
und selbstwusst war, und sich immer zu helfen wusste (und sicherlich
trug auch ihre üppige „Sonderausstattung“ zu ihrer Popularität
bei).
Doch nun soll Lara keine eiskalte
berechnende Amazone mehr sein, die keinerlei Schwächen zeigt und in
jeder Situation cool und routiniert reagiert.
Nein, es geht jetzt um eine junge unerfahrene Lara,
die ganz auf sich allein gestellt nach einem Schiffbruch auf einer
fremden Insel strandet, auf welcher sie ums nackte Überleben kämpfen
muss.
Dabei muss sie sich nicht nur stupide
gegen Menschen und wilde Tiere verteidigen, sondern allen physischen
und psychischen Grausamkeiten widerstehen.
Das fängt bei der reinen
Nahrungsbeschaffung an, als sie zum ersten mal ein unschuldiges Tier
mit Pfeil und Bogen erlegen muss. Die alte Lara hätte es einfach
abgeballert (und vermutlich auch noch roh gegessen), der neuen hingegen widerstrebt es, ein unschuldiges Tier zu töten.
…und dann erst Laras Reaktionen und
innerer Kampf nachdem sie den ersten Menschen getötet hat.
Aber auch bei unspektakuläreren Dingen wie
der nächtlichen Kälte oder einem starken Regenschauer werden die
Belastung und das Leiden der Protagonisten so gut beleuchtet, dass
sie einem nicht nur irgendwie Leid tut, sondern dass man sogar selbst
mitleidet .
Es steht hier also kein weiblicher
Terminator mehr im Mittelpunkt, der sich gefühls- und problemlos durch
alle Gefahren und Widrigkeiten durchballert, sondern eine
verletzliche junge Frau, die lernen muss sich durchzuschlagen.
Vielleicht wird das nicht jedem
alteingesessenen Fan gefallen, der unter Tomb Raider einen weiblichen
Rambo mit dicken Hupen versteht.
Ich hingegen erwarte jetzt schon
sehnlichst den Release, der von ursprünglich diesem Jahr nun auf
März 2013 verlegt wurde. Zum einen zwar schade, aber sicherlich die
richtige Entscheidung, wenn man sich an einmal an das technisch
desaströse und total verbuggte TR: Angel of Darkness zurückerinnert,
welches mit mehr Zeit ein gutes Spiel hätte werden können.
Bilder von http://ps3c.ch http://next-games.de http://www.guardian.co.uk http://de.paperblog.com


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